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Bunte Länder

Jetzt gibt es also – wieder – Violett (oder doch nur rot-blau gestreift?) im Farbenband der österreichischen Politik- und Verwaltungsfolklore, a.k.a. "Bundesländer". Schon unglaublich, wie sehr die burgenländische Regierungsbildung den öffentlichen Diskurs in diesen Tagen beherrscht. Das Spektrum reicht dabei vom Untergang der Demokratie und des Rechtsstaates, über Entzauberung der FPÖ bis zum mutigen Reformschritt.

Nichts von alldem trifft zu. Die Blauen können in der Regierung in Eisenstadt weder den Sozial- oder gar den Rechtsstaat demontieren, noch können sie sinnvolle Reformen auf den Weg bringen — von der eher theoretischen Möglichkeit der Selbstabschaffung einmal abgesehen.
Und was die "Entzauberung" angeht: In der doch prominenteren Bundesregierung ab 2000 a.d. hat die Wählerschaft mehr als eine Wahlperiode benötigt, um zu erkennen, dass von dieser Regierung, vor allem dem stimmenstärkeren Juniorpartner, mehr Schaden als Verbesserung ausgeht (Oliver Pink: Mehr Geld für unsere Leut'!). Aber, welcher Anteil der Bevölkerung kann eine handvoll Landesräte aufzählen? Schwer einstellig ist dieser Prozentsazt wohl. Was immer im Burgenland politisch passiert in den nächsten Jahren, nur wenig davon wird es auf eine Titelseite schaffen.

Bleibt als Fazit: Das Symptom des Sturm im Wasserglas bezüglich rot/blau hat die Ursache in der Belanglosigkeit dieser Koalition; sparen wir uns das lieber.

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