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Gelesen: Die Kunst des klaren Denkens, von Rolf Dobelli

BuchumschlagDer Buchtitel weckt eine hohe Erwartung: Was wäre für die Krone der Schöpfung denn auszeichnender, als endlich einmal klar denken zu können?

Einfach ist es bekanntlich nicht, und eine Denkanweisung für Klarheit liefert auch dieses Buch leider nicht. Es könnte auch heissen "Die Vermeidung unklaren Denkens", oder noch etwas präziser: "Das Aufdecken von Denkfehlern". Genau das bietet das Buch nämlich — eine Aufzählung von ebensolchen. Eine Vielzahl von Mustern, meist mit Fachausdrücken betitelt, großteils anekdotisch aufbereitet, zeigen wie unsere evolutionär geformte Intuition falsche Kurzschlüsse zieht.

Die einzelnen Kapitel sind kurz und kurzweilig zu lesen und auch schnell nachzuvollziehen. Auch wenn man manche der Muster schon kennt, ist es doch hilfreich, einmal eine Menge davon systematisch aufzuarbeiten; etwas was man durchaus auch öfters wiederholen kann.

Das Buch macht auch Lust darauf, selbst mitzudiskutieren, die Beispiele zu hinterfragen oder neue hinzuzufügen. Es wäre ein wirklich schönes Projekt, die Muster zu "opensourcen" und beispielsweise ein Wiki einzurichten, mit den 52 Denkfehlern als Basis. Vielleicht lässt sich der Autor eines Tages darauf ein.

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