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Gelesen: Kritik der Praktischen Vernunft, von Immanuel Kant

Die Kritik der Reinen Vernunft war nicht einfach zu lesen. Aber viel leichtere ist "die praktische" auch nicht unbedingt.

Man kann aus diesem Buch jedoch Lebensmaximen (sic) mitnehmen, es geht darum, was erstrebenswert sein soll im Leben, und was angestrebt werden soll. Die Begrifflichkeiten sind verständlicherweise aus einer anderen Zeit, und so klingt der Widerstreit von "Sittlichkeit" und "Glücksseligkeit" verstaubt, aber die Gedanken von Kant sind es nicht. Im Gegenteil, so ist seine Moralphilosophie scharfsinnig und frei von Patina.

Schon auf Seite 42 kommt dann der Satz, der fast alleinstehend das soziale Zusammenleben zum Gemeinwohl steuern könnte, wenn man die Zeit – und den Willen – fände, alle seine Handlungen so gründlich zu bedenken:

"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."

Dieses als »kategorischer Imperativ« bekannte Zitat formalisiert so vieles, was als Volksweisheit in wenigen Worten das Zusammenleben in gerechter Weise regeln soll.

 

Diesen Satz kannt man, aber wie schon beim ersten Band der Kritik kann ich als Laie, oder ungeübter Leser, streckenweise nur ahnen, welche Präzision hinter Kants Formulierungen steckt, die Begrifflichkeiten lassen da ohne Erklärung zuviel Spielraum.

Aber das kann man durchaus als geistessportliche Herausforderung sehen.

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