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Gelesen: Magic Cleaning, von Marie Kondo

Aufräumen liegt den wenigsten im Blut. Und obwohl man es immer irgendwie ein Leben lang macht, fühlt man sich doch als blutiger Anfänger. Es gibt dazu sicher jede Menge Literatur. Nur haben viele bereits die Illusion aufgegeben, sich damit helfen zu lassen. Genauso wie der Enthusiasmus, angefangen beim IKEA Besuch für die Einrichtung der Erstwohnung,  die Ordnung durch geeignete Schachtel- und Boxware erzwingen zu wollen.

Obwohl ein zur Ordnung rufender Ratgeber rechnet dieses Buch mit dem technokratischem Zugang zur Lösung ab. Nein, es ist die Einstellung die zählt. Es ist für mich nachvollziehbar, das Mantra, das die Autorin in Variationen predigt:

  1. Zu viel Zeug: Wohnungen quellen über, alles sehnt sich nach Stauraum, Lagerdienstleister bauen aus. Marie Kondo fragt: Brauchen wir diese Dinge wirklich alle? Oder, eigentlich: Lieben wir diese Dinge? Auch wenn das Buch an mancher Stelle leicht ins esoterische kippt, passiert das nicht ganz ohne Ironie; und man kann es schon so sehen: Macht ein Stück Besitz das Leben wirklich leichter und schöner, oder ist die Belastung und der verbrauchte Raum doch "teurer"?
  2. Jedem Ding sein Platz. Und tatsächlich, oft genug ist wohl das Herumräumen von Sachen von einem Ort (wo sie nicht hingehören) zu einem anderen Ort (ditto) ein Hauptproblem von Unordnung. Wenn man denn nach Punkt 1 nicht mehr zu viel hat, dann kann man auch jedem Ding seinen Platz geben. Und das gleich, nicht später.

Kann schon funktionieren, denke ich.

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