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Gelesen: »Will noch jemand einen Wodka?«, von Ross McCammon

Dieses Buch mag kein Ratgeber zu sein. Ganz geschafft wurde der Anspruch nicht. Vielleicht passt eher "kein herkömmlicher Ratgeber". Weil so ganz ernst nimmt der Autor sich selbst und seine Karrieretipps eher nicht. Aber, dann doch wieder ein bissl mehr als einem lieb ist.

Ross McCammon gibt in diesem Buch also Tipps für den Erfolg im Geschäftsleben, aus seinem eigenen Erfahrungsschatz, also eng verwoben mit seinem persönlichen Werdegang. Das macht jetzt aber auch die Schwäche des ernstgemeinten Teils aus -- die Ratschläge mögen wie die Faust auf's Auge passen, wenn man vom Chefredakteur seines Lieblingsmagazins angerufen wird, der einem den persönlichen Traumjob anbietet. Dieses Ereignis (das Magazin ist der Esquire, der Protagonist wird durch den Autor selbst verkörpert) ist der Dreh- und Angelpunkt des Buches. Allerdings ein Ereignis, dass wahrscheinlich nur selten Menschen passiert. Für Menschen in der Medienbranche (oder Journallisten abseits der harten Fakten) mag die Frage nach richtigen Drinks und Jacket-ja-oder-nein entscheidender sein als für the-rest-of-us.

Es bleiben ein paar Ratschlager allgemeinerer Natur, die aber auch durch Hausverstand meist ohne fremde Hilfe zu ergründen sind.

Was bleibt noch? Das ganze ist aber doch in sehr unterhaltsame Sprache verpackt, dafür haben US-Amerikaner oft Talent. Wahrscheinlich wäre es auf Englisch noch lustiger.

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