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Lassen Sie uns doch professionell agieren!

Heute im Ö1-Mittagsjournal gehört:

"Der Sportartikelhandel ist ein sehr sensibler Bereich insgesamt, weil er sehr stark mit der Selbstverwirklichung der Menschen zu tun hat, und Menschen kaufen bestimmte Marken, die sie gewohnt sind, sie wollen die Freizeit professionell verbringen [..]"

(Ein Marketingexperte der WU Wien, Peter Schnedlitz, zu den Problemen des Sportartikeldiscounters "Sports Direct" mit der österreichischen Tochter "Eybl", Ö1 Mittagsjournal vom 5.2.2016 ab Minute 40:38)

Markenbewusstsein, gut. Aber – “seine Freizeit professionell verbringen”? Ich habe Verständnis, dass eine Fachsprache oft sperrig ist und andere Zwecke als Umgangssprache verfolgt; hier aber darf ich den Duden zitieren, was dort als “professionell” beschrieben wird:

  1. fachmännisch, von Fachleuten anerkannt, benutzbar, erstellt o. Ä.

(http://www.duden.de/rechtschreibung/professionell)

Wie will ich denn nun meine Freizeit verbringen? Als Profifreizeitsportler? Oder muss eine Freizeitfachperson meine Freizeitgestaltung als professionell anerkennen? Bitte, liebe Wirtschaftuniversität Wien, lasst mir meine Freizeit, ich will da nicht professionell sein — außer Ihr zahlt mir ein Gehalt dafür, dann reden wir darüber.

 

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