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Schlaubergersprüche

Es ist alles so kompliziert, oder zumindest scheint es so. Das wusste Fred Sinowatz, und der wagte es sogar auszusprechen.

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Nun gut, das galt auch für unseren Dackel. Trotzdem, der Wille des Menschen mit seiner gestalterischen Kraft ist schon etwas besonderes. Oder auch der Wille, die gestalterische Kraft gestaltersiche Kraft sein zu lassen und ein Bier vor'm Fernsehr zu trinken.

Die Freiheit des Menschen endet dort wo sie die Freiheit des Nächsten einschränkt.

Das ist vielleicht schon wieder eine Spur zu komplex für einen Schlaubergerspruch. Nichtsdestotrotz eine wichtige Maßregel, um sein Himmelreich nicht allzuweit auszudehnen — gerade in Zeiten wieder steigender religiöser Spinnereien ein guter Tip.

Was tu nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem andern zu.

Gleiche Klasse, vielleicht etwas griffiger formuliert.

 Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Ob mit oder ohne Gott, dieser fromme Wunsch ist wohl einer der Schlüssel zum persönlichen Glück. Das Ankämpfen gegen Windmühlen hat nur Don Quixote zur Kunstform reifen lassen, uns andere malträtiert diese Energieverschwendung lediglich, manche bis zur Erschöpfung. Ob es an Gelassenheit oder Weisheit fehlt — wer weiß, ersteres ist wohl etwas weniger schmählich.

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